Eine Forschungsstation, die wachsen kann.

Die extreme Witterung der Antarktis kennt kein Erbarmen mit Forschungsstationen. Davon können die Wissenschaftler vom Alfred Wegener Institut ein Lied singen. Nach 10 bis 20 Jahren sind die Stationen unter einer dicken Schneedecke begraben und müssen aufgegeben werden. Doch die Forschungsstation Neumayer III wird vom Schicksal ihrer Vorgänger deutlich länger verschont bleiben, denn die Station wurde von dem Essener Ingenieurbüro IgH mitentwickelt. Dort hat man sich auf komplexe technische Problemlösungen spezialisiert. Im Falle der Neumayer III eine ausgeklügelte Hydraulik- und Steuerungstechnologie, die es dem Gebäude erlaubt, mitzuwachsen und gleichzeitig den Kräften des Eises zu widerstehen. Eine große Herausforderung, bei der die Ingenieure nicht zuletzt auf ihr, bei der Bergung des russischen U-Bootes Kursk erworbenes, Know-How zurückgreifen konnten.

Freiheit und Kreativität.

Die IgH wird immer wieder für technisch anspruchsvolle Projekte angefragt. Das liegt zum einen an dem gebündelten Know-How der Geschäftsführer Siegfried Rotthäuser, Torsten Finke und Wilhelm Hagemeister sowie ihres Teams. Zum anderen an der Arbeitsweise, die den Mitarbeitern Freiheit und Eigenverantwortung zugesteht und dadurch viel Engagement und Kreativität weckt. „Unsere Mitarbeiter stimmen ihre Arbeit untereinander ab und organisieren sich weitgehend selbst“, sagt Mitinhaber Wilhelm Hagemeister. Die vertrauensvolle Haltung der Geschäftsführer hat sich übrigens auch im Umgang mit den Auftraggebern bewährt. „Wir stellen unseren Kunden alle technischen Informationen zu unseren Projekten offen zur Verfügung. Das hat sich bewährt und schafft Vertrauen“, betont Siegfried Rotthäuser.

"Freude an der technisch besten Lösung."

Der Ingenieur als Künstler.

Bevor es daran geht anspruchsvolle technische Probleme zu lösen, werden im Team der IgH vor allem viele Fragen gestellt. Denn nur, wenn man den Dingen wirklich auf den Grund geht, kommt man zu neuen Lösungen. Für die technische Umsetzung verfügt das Büro neben CAD-Systemen und Software Tools auch über eigene Versuchshallen, Werkstätten und ein Elektroniklabor. Hier werden Prototypen und Prüfstände gebaut.


„Moderne Hard- und Software ist sicherlich wichtig, aber wir begreifen den Ingenieur nicht als kalten Technokraten, sondern vielmehr als schöpferischen Künstler, der unter geschickter Nutzung der Naturgesetze Innovationen schaffen kann“, erzählt Torsten Finke begeistert. Die Forschungsstation Neumayer III ist das beste Beispiel dafür.


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