Für das Auto der Zukunft muss man das Rad nicht neu erfinden.

Alles andere schon.

Celine Geiger
Ingenieurin


Revolution auf vier Rädern

Seit über 100 Jahren prägen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor jetzt schon unser Straßenbild. Geht es nach der Ingenieurin Celine Geiger, ist der klassische Benziner damit reif fürs Museum. Um das wachsende Rohstoff- und Klimaproblem zu lösen, reicht es nicht aus, das Auto einfach nur weiterzuentwickeln, man muss es neu erfinden. Als Celine vor zwei Jahren das Angebot bekam, beim Elektromobilitäts-Pionier Tesla im Silicon Valley zu arbeiten, musste sie nicht lange überlegen. Als Zuverlässigkeitsingenieurin sorgt sie jetzt mit der Entwicklung von Tests und Analyseverfahren dafür, dass die Bauteile in Elektroautos mindestens genauso sicher und zuverlässig sind wie die ihrer benzindurstigen Vorgänger.


Vom Ländle ins Valley

Das heimische Stuttgart gegen das ferne Kalifornien zu tauschen, war für Celine die Erfüllung eines Traums. Schon während ihres Maschinenbau-Studiums wuchs die Begeisterung für die Elektromobilität. Eine Begeisterung, mit der sie bei Tesla nicht alleine ist. „Im Silicon Valley sind alle kleine Weltverbesserer. Die Motivation ist, etwas zu verändern und zu bewegen. Für mich war klar: Ich will umweltfreundliche Fahrzeuge entwickeln“, sagt Celine. Auch sonst ticken die Uhren in Kalifornien ein wenig anders. „Die Entwicklungszyklen sind schneller, Produkte kommen schneller auf den Markt und dementsprechend muss man ganz anders an viele Sachen herangehen“, erklärt Celine.

„Elektroautos werden komplett verändern, wie wir von A nach B kommen.”

Für eine Welt ohne Kohle, Gas und Öl

Schon als Kind hatte Celine ein Faible für Technik. Alles, was sich in irgendeiner Weise zusammenbauen ließ, war spannend: von Lego bis hin zu den Bausätzen in Überraschungseiern. Den Ingenieur zeichnet für sie neben dem Basteltrieb aber noch eine andere Qualität aus: „Die Begeisterung, Probleme lösen zu wollen und innovativ zu sein.“

Gerade im Bereich E-Fahrzeuge sieht Celine noch eine große Spielwiese. Das Potenzial ist noch lange nicht ausgereizt. Fossile Brennstoffe haben für sie hingegen ausgesorgt. Nicht nur, dass CO2 freigesetzt wird und zur Klimaerwärmung beiträgt, auch in Sachen Effizienz sind sie nicht mehr zeitgemäß: „Fossile Brennstoffe sind in Pflanzen gespeicherte Sonnenenergie, die man durch Verbrennungsmotoren zugänglich macht, die wiederum die komplette Energie nicht nutzen können. Viel umweltfreundlicher ist es, Sonnen- und Windenergie einfach direkt zu nutzen.“ Solche neuen Gedanken anzustoßen und für andere Sichtweisen zu sorgen, treibt Celine bei ihrer Arbeit an.

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